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Geschichtliches über die Hohenzollern-Kürassiere |
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Im Friedensfall boten Hohenzollern-Sigmaringen 6 Reiter, die übrigen zollerischen Grafschaften Hechingen und Haigerloch weitere l1 Reiter zur Kreisreiterei, die von l672 - 1677 den offizie1len Namen "Katholisches Kreis-Regiment zu Pferd" trug.
In Kriegszeiten immer nur sehr zögerlich aufgestellt, wurde das schwäbische Kontingent nach Friedensschlüssen stets eiligst wieder abgedankt. So kam das in Ulm eingeschiffte schwäbische Kontingent zu spät, um zum Entsatz Wiens am 12. September 1683 wirksam eingreifen zu können. Aber das Regiment Gronsfeld taucht im Laufe bis 1683 bis 1699 immer wieder an maßgeblicher Stelle in den "Ordres de Bataille" auf |
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Unter Graf Joseph Franz von Gronsfeld ( l683 - 1699),
der das nunmehr. "Kreis-Kürassier-Rgt. (kath.)" genannte
Regiment während des Türkenkrieges inne hatte, erlebte es
seine erfolgreichste und schwerste Zeit: Während der Jahre 1691 bis 1704 hatte Graf Johann
Friedrich Schenk von Stauffenberg das Kreis-Kürassier-Regiment
inne. 1693 bis 1703 wurde das 1691 geschaffene Kreis-Dragoner-Regiment
(mixtiert) dem Grafen Franz Anton von Hohenzol1ern-Sigmaringen übergeben.
In dieser Zeit wurden die Kontingente der zollerischen Grafschaften
Hechingen, Haigerloch und Sigmaringen diesem gemischt- konfessionellen
Dragoner-Regiment zugeordnet. Zwischen 1736 bis 1756 war Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach Inhaber des Kreis-Kürassier-Regiments. Danach erhielt es mit Fürst Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen erstmals den Namen "Kürassier-Rgt. Hohenzollern", den es bis zu ,seiner Auflösung tragen sollte. Das Kreis-Kürassier-Regiment "Fürst
Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen" rückte in den Siebenjährigen
Krieg auf der Seite Maria Theresias aus. Auch wenn sie aufgrund ihrer
aus kleinen und kleinsten Kontingenten zusammengesetzten Truppenteile
in der Friedenszeit (auch wegen der sprichwörtlichen Sparsamkeit
des Schwäb. Kreistages) kaum hatten einheitlich ausrüsten
und im Verband hatten ausbilden können, standen sie auf die Dauer
dieses langen Krieges doch ihren Mann. Auch im Jahre 1796 wurde die Reichsarmee gerügt,
als sie den gelandeten Franzosen im Gefecht bei Offenburg nicht mehr
als hinhaltenden Widerstand entgegengesetzt haben soll. Tatsache aber
ist, dass den mehr als 80.000 Franzosen nur das schwäbische Kontingent
von 7.230 Mann gegenüberstand und der Rest der Reichsarmee gar
nicht mehr zu erwarten war. Zu dieser Zeit wurde das Regiment "Fürst
Anton Aloys von Hohenzollern-Sigmaringen" auf das Fünffache
der Dann wurde 1801 das schwäbische Korps auf Befehl des österreichischen Feldherrn Erzherzog Karl zu allem Überfluss auch noch entwaffnet, weil der Herzog von Württemberg, der badische Markgraf und nicht zuletzt das Haus Hohenzollern (im Vertrag von Gammertingen) Sonderverträge mit den Franzosen abgeschlossen hatten. Immerhin wurden noch 1804 Hohenzollern-Kürassiere von Johann Baptist Pflug als Bewachung des Schlosses Winneburg bei Ochsenhausen, in dem sich der greise Fürst Metternich (der Vater des Ministers) aufhielt, erwähnt, wenn sie auch gegen Ende des alten Reiches wie dieses selbst nur mehr ein Schattendasein geführt haben dürften. |
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